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Geschichtliches

Im „Goldenen Einhorn“ standen einst die städtischen Rösser

von Bruno Lerho

Im Jahre 1349 wurde das Haus Markt 33 zum erstenmal erwähnt, und zwar als „Hospicium Valkenburg“. Nicht ganz hundert Jahre später wird Haus „Valkenburg“ wieder erwähnt, und zwar im Besitz des Ratsherrn und Weinwirtes Jakob Klökker – „offene Herberg - Wein, Bier und ander Getränks Wirthshaus“ – heute würde man sagen Hotel und Gasthaus, womit es sich hierbei um die älteste überlieferte Gastronomie Aachens handelt.

Auf der Rückseite des „Hospicio Valkenburg“ befanden sich große Pferdestallungen im Hof. Hier wurden die städtischen Rösser untergestellt, ehe die Stadt Aachen eigene Stallungen errichten ließ.

Agathe Klökker, wohl die Enkelin des Jacob Klökker, heiratete 1515 den Patriziersohn Johann van Buel aus Maastricht. Dieser wurde einige Zeit später Aachener Bürgermeister und vertrat 1530 die Stadt auf dem berühmten Reichstag zu Augsburg. Hier erklärte er, dass seine Stadt dem alten Glauben treu bleibe. 1540 war er kaiserlicher Kommissar und leitete seine Untersuchungen vom Haus „Valkenburg“ aus.

Beim verheerenden Stadtbrand am 2. Mai 1656, als Aachen bis auf wenige Bauten vernichtet wurde, wurde auch „Haus Valkenburg“ ein Raub der Flammen.

Der berühmte Stadtbaumeister Laurenz Mefferdatis leitete den Wiederaufbau des alten Herrenhauses zu Anfang des 18. Jahrhunderts. Die im klassizistischen Stil gehaltene und ganz in Blaustein gearbeitete Fassade wurde mit Pilasterkapitellen versehen. Das Haus bekam nach seiner Wiederherstellung, wie das meist üblich war, einen neuen Namen:

„Haus zum Einhorn“.

In der Franzosenzeit trug das Gebäude die Nummer Litera B. 764. Die heutige Nummer „Markt 33“ bekam das Haus 1857. In den letzten 150 Jahren befanden sich Metzgerei, Samenhandlung, Obstgeschäft und Blumenhandlung in dem alten Haus.

Nach dem zweiten Weltkrieg eröffnete der neue Eigentümer Franz Lüttgens hier eine Weinstube. Danach wurden Klemens Wildrath und seine Frau Marlene Eigentümer des alten Herrenhauses und schufen eines der schönsten Gasthäuser Aachens in dem historischen Bauwerk.

In den letzten Jahrzehnten wurden viele Verschönerungsarbeiten an Fassade und im Hausinneren ausgeführt. So hat der stadtbekannte Holzbildhauer Christian Schieren als eines seiner letzten Werke die Eingangstüre am Haus „Zum goldenen Einhorn“ angefertigt.

Seit Juli 2002 führt Dieter Becker das beliebte historische Lokal in einem der schönsten Häuser Aachens.